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Kaderübung

Der Sonntag 21.05.2017 ist schon fast eine kleine Premiere für die Verkehrskadetten-Abteilung Albis. Zum ersten Mal seit Jahren findet eine Kaderübung statt. Angesprochen waren alle, die den Rang eines Gruppenführers oder höher innehaben. Geleitet wird die Übung durch das Ausbildungsteam.

Der Tag beginnt bei der Badi Muri. Dort sollen die acht anwesenden Kader einen neuen Einsatz planen. Das fiktive kantonale Turnfest Freiamt soll auf dem umliegenden Gelände durchgeführt werden. Es gilt drei Parkplätze zu bewirtschaften und die vorhanden sieben Kadetten möglichst effizient einzusetzen.

Nachdem alle Geländemerkmale aufgenommen sind, verschieben die Kader auf Umwegen zurück ins VK-Haus. Dort sollen zwei Teams a je vier Kader mustergültige Einsatzunterlagen erstellen. Dabei können sie von den jeweiligen Erfahrungen der anderen Kadermitglieder profitieren und Erfahrungen beim Erstellen von Unterlagen austauschen.

Jedoch gerieten die acht Kader auf dem Rückweg, unverhofft kommt oft, an eine Unfallstelle. Alleine stand an einer Kreuzung am Waldrand ein havariertes Auto. Ohne langes Zögern muss jetzt Nothilfe geleistet werden.

Zuerst gilt es aber, sich einen Überblick zu verschaffen. So vermeidet man sich selbst in unnötige Gefahr zu bringen und kann gezielt handeln. Um die Unfallstelle zu sichern werden Faltsignale in jeder Richtung aufgestellt. Praktischerweise waren die noch im VK-Bus, wohl noch übrig von einem vergangenen Einsatz. Dann können die Kader den Verunfallten zu Hilfe eilen. Wie sich herausstellt, simulieren AK-Mitglieder die Unfallopfer. Gemeinsam können Bewusstlose aus dem Fahrzeug geborgen und abseits des Unfalls in die stabile Seitenlage gebracht werden.
Während die einen Kader ansprechbare Unfallopfer betreuen, halten die anderen Mitglieder schaulustige Passanten vom Unfallort fern. Nur mit vereinten Kräften lässt sich auch eine detaillierte Meldung an die Notfallzentrale absetzen. Nach ca. 30 Minuten wird die Unfallübung von Fabian Oberhänsli beendet. Solange hätte es auch in Wirklichkeit gedauert, bis die Sanität eingetroffen wäre.

Im Anschluss erhalten die teilnehmenden Kadermitglieder eine Manöverkritik von der Ausbildungskommission.

Erwähnt wird der zuerst chaotische Zustand, beim Eintreffen am Unfallort. Dies war jedoch im Bereich des Normalen, wie es auch bei einer Übung der Feuerwehr nicht anders gewesen wäre. Auch haben wir bemerkenswert schnell und richtig gehandelt, zum Beispiel beim Retten von bewusstlosen Personen. Hingegen hätten auch die Leitkegel aus dem VK-Bus zur Unfallsicherung verwendet werden können. Ebenfalls erklärt Sabrina Keller noch einmal für alle, wie eine Halsschiene richtig angelegt wird oder was bei Armverletzungen zu beachten ist.
Nach einer Unerwarteten Repetition zur Nothilfe erreichen wir das VK-Haus. Neben der Vorbereitung der Einsatzunterlagen, erwarten uns noch je ein Modul zur Gewaltprävention und zum Teamwork.
Jedoch haben wir uns an diesem sonnigen Sonntag erst einmal ein Mittagessen verdient. Beim gemeinsamen Grillieren herrscht eine heitere Stimmung. Am langen Gartentisch geniessen alle die feine Grillade.

Gestärkt geht es in Vierergruppen in den Nachmittag.

Spielerisch erfahren wir beim Teamwork Modul, wie sehr wir alle aufeinander angewiesen sind, dass wir viele Gemeinsamkeiten teilen und alle dazu beitragen, dass ein Spiel oder Einsatz auch Freude macht. Spass hat es sicher allen gemacht, auch bei jenen, bei welchen die Lachmuskeln ein wenig gelitten haben.

Bei der Gewaltprävention profitieren alle von den Erfahrungen des AK, welches vor knapp einem Jahr einen Kurs bei YourPower Kriminalprävention AG besucht hat.

Vor allem haben wir angeschaut, wie wir reagieren können, wenn man uns im Einsatz provokativ begegnet. Wichtig ist es sich nicht vom Ton des Gegenübers verleiten zu lassen. Besser man bleibt höflich und siezt das Gegenüber. Sollten die Äusserungen des Gesprächspartners zu weit gehen, kann ein deutliches “Stopp” nützlich sein. Wenn keine Strategie hilft, die Situation zu entschärfen, darf und soll sich ein jeder zurückziehen. Dabei aber das Gegenüber im Blick behalten und aus sicherer Entfernung den Einsatzleiter oder die Polizei informieren.
Die Strategien aus diesem Modul empfinde ich als sehr nützlich.

Alles in allem bin ich sehr froh, an dieser Übung dabei zu sein und freue mich auf eine weitere Übung dieser Art.

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